Tierurin auf dem Teppich

Haustiere – ja! Urinflecken – nein danke!

Unsere Haustiere sind treue Begleiter und vollwertige Familienmitglieder! Aber leider hinterlassen Sie auch manchmal Spuren in Wohnung und Haus. Zum internationalen Welthundetag wollen wir uns mal den unschönen Nebenwirkungen widmen und erklären, wie man Urinflecken aus dem Teppich entfernt. Sie müssen keine Panik haben – es lässt sich mehr retten als man denkt!

Am Günstigsten ist es, wenn man sofort bemerkt, dass das Tier auf den Teppich uriniert hat und man dementsprechend sofort handelt. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist man dann auch erfolgreich und der Uringeruch kann sich nicht in dem ganzen Teppich festsetzen.

Den frischen Urinfleck behandeln

Wenn Sie den noch nassen Fleck entdecken, handeln Sie schnell und nehmen Sie am besten Küchenpapier zu Hilfe, um die Flüssigkeit aufzunehmen. (Sollten Sie keine Abreißrolle haben, können Sie auch ein normales Handtuch nehmen. Allerdings ein altes, welches Sie nicht mehr für sich selbst benötigen!) Entfernen Sie also mit dem Küchenkrepp den Tier-Urin. Nach einer ersten groben Reinigung, sollten Sie aber unbedingt noch einmal gründlich vorgehen: legen Sie einige Lagen feuchtes (nicht tropfnasses) Küchenpapier auf den Fleck. Seien Sie großzügig und gehen Sie gut über den offensichtlichen Rand der Hinterlassenschaft hinaus. Nun sollten Sie das Papier zum Beispiel mit ein paar Büchern oder einem schweren Blumentopf beschweren, damit dieses tief in die Fasern des Teppichs gedrückt werden. Zwischen die Bücher und das feuchte Papier kommt natürlich noch eine Schutzschicht: eine alte Plastiktüte, Alufolie oder ähnliches. Feuchte Papiertücher saugen den Urin besser aus dem Teppich als trockene – genauso wie feuchte Lappen auch besser Flüssigkeiten auf nehmen, da die Fasern durch die Feuchtigkeit bereits gelockert wurden und neue Flüssigkeit so besser aufnehmen können. Nach 10 Minuten können die Papiertücher in den Hausmüll verschwinden. Sie können nun Maßnahmen ergreifen, dass ,dank übrig gebliebener Proteine aus dem Urin, kein Uringeruch zurück bleibt.

Geruch mit speziellem Reiniger vorbeugen

Wenn Sie ein Haustier haben, empfiehlt es sich, immer einen enzymisch wirkenden Reiniger im Schrank zu haben. Vor der Anwendung müssen Sie die betroffene Stelle „bewässern“. Gießen Sie vorsichtig kleine Mengen Wasser kreisförmig von außen nach innen. So kann sich der Urin nicht weiter ausbreiten. Anschließend sprühen Sie die behandelte Fläche mit einem Enzymreiniger ein. Beachten Sie bei der Einwirkzeit bitte die Angaben des Herstellers. Enzymreiniger bekommen Sie übrigens in Tierhandlungen oder selbstverständlich im Internet. Dieser Spezialreiniger bekämpft gezielt den Geruch und verhindert so, dass sich Ihr Hund oder Ihre Katze animiert fühlen, wieder auf die gleiche Stelle zu urinieren.

Geruch mit Haushaltsmitteln bekämpfen

Es gibt auch einige Möglichkeiten, mit einfachen Hausmitteln den Uringeruch zu bekämpfen, allerdings scheiden sich hier die Geister. Ein Versuch ist es aber vielleicht trotzdem wert, wenn Sie gerade keinen Spezialreiniger zur Hand haben.

Ein altbewährtes Hausmittel um Gerüche zu neutralisieren ist Natron. Mischen Sie eine dickliche Natronpaste (aus Natron und Wasser) und geben Sie diese auf den Fleck. Nach einer kurzen Einwirkzeit reiben Sie die Masse mit einem feuchten Schwamm weg. Nach vollständiger Trocknung saugen Sie die letzten Natronreste weg.

Eine zweite Möglichkeit ist es, ein Wasser-Essig Gemisch zu verwenden, um den Fleck erneut zu reinigen. Auch diese Flüssigkeit sollten Sie dann vollständig mit Küchenpapier aufsaugen.
Auch wenn man solche Hausmittel austesten kann (und wir prinzipiell auch ein Freund von solchen Tipps sind), empfehlen wir bei Urinflecken auf jeden Fall spezielle Enzymreiniger zu verwenden, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen!

Ein alter Urin-Fleck – oh Schreck!

Wirklich ärgerlich ist es, wenn man plötzlich (durch Möbel rücken oder beim Aufräumen) einen älteren Urinfleck findet, der schon vollständig eingezogen ist, sehr unangenehm riecht und einen hässlichen Fleck hinterlassen hat.

Sie müssen nun ähnlich vorgehen wie bei einem neuen Fleck, nur die Einwirkzeiten sollten deutlich größer sein und es bleibt fraglich, wie erfolgreich sich der Fleck noch entfernen lässt.

Beginnen Sie wieder mit kaltem (möglichst destilliertem) Wasser, welches Sie in Kreisbewegungen von außen nach innen über die betroffene Stelle geben. Seien Sie großzügig und beginnen Sie außerhalb des sichtbaren Bereichs! Nun kommt wieder der enzymische Reiniger zum Einsatz, der aber diesmal über Nacht einwirken sollte.
Im nächsten Schritt legen Sie wieder nasse Papiertücher (oder ein nasses Handtuch) über besagte Stelle und beschweren diese, damit sie gut in den Teppich gedrückt werden. Warten Sie eine weitere Nacht ab und mit etwas Glück haben Sie den Fleck dann entfernt.

Manchmal kann nur noch ein Fachmann helfen

Sollte es aber immer noch Rückstände geben, wäre es ratsam einen Profi zu fragen (es sei denn Sie wollten schon lange einen neuen Teppich kaufen…). Wir könnten Ihnen zwar Tipps mit Backnatron, Essig, Wasserstoffperoxid oder Oxidationsmittel ans Herz legen, aber besonders bei einem Teppich ist die Gefahr groß, dass Sie damit mehr Schaden als vorher anrichten. Ein Fachmann erkennt die Beschaffenheit Ihres Teppichs und kann dementsprechend das passende Mittel zur Bekämpfung des Flecks heran ziehen.
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