Die Auto-Innenreinigung Schritt für Schritt erklärt.

Innenraumreinigung im Auto – sauber fährt man besser!

Die Einen machen es regelmäßig und gerne – die Anderen versuchen sich so lange wie möglich davor zu drücken: es geht ums Auto waschen. Konkret um die Innenreinigung des Autos. Wir wollen in diesem Blogbeitrag anleiten, wie man so eine Innenraumreinigung durchführt und haben außerdem noch ein paar besondere Spezial-Tipps.

Arbeitsablauf bei der Auto-Innenraumreinigung

Schritt 1: Die Vorbereitungen

Bevor man das Auto überhaupt sauber machen kann, muss man es leer räumen bzw. aufräumen. Also: Mülltüte in die Hand und aus allen Ecken, Türfächern, vom Boden und aus dem Aschenbecher den Müll einsammeln. Die Sachen, die man noch gebrauchen kann, kommen natürlich nicht in den Mülleimer! Dafür am besten einen Korb oder eine Tasche zum sammeln nehmen. Sind Kindersitze vorhanden, müssen auch diese ausgebaut werden. Den Kofferraum sollten Sie ebenfalls ausräumen – das kann sowieso nie schaden.

Um das Auto gründlich zu reinigen, sollte es wirklich am besten komplett “nackig” sein.  Deswegen auch die Fußmatten raus holen und separat reinigen.

Schritt 2: Fensterscheiben reinigen

Auch bei der Auto-Innenraumreinigung gilt das gleiche Prinzip wie generell beim Putzen von Räumen: “von oben nach unten reinigen”. Im Auto bedeutet das, dass Sie am besten zunächst sämtliche Fensterscheiben reinigen. Besonders gründlich muss die Windschutzscheibe geputzt werden (am besten geht das vom Beifahrersitz aus)!

Zur Reinigung können Sie ruhig mit einem Glasreiniger arbeiten. Großflächig aufsprühen, eventuell mit einem Mikrofasertuch stärkere Verschmutzungen bearbeiten und dann mit einem weichen Lappen (oder Küchenpapier) trocken wischen. Schlieren entstehen dabei nur, wenn Sie nicht richtig trocken wischen! Neben der Windschutzscheibe können dann auch die anderen Glas-Scheiben geputzt werden. Fahren häufig Kinder mit im Auto, gibt es an den hinteren Fenstern sicher die ein oder andere Schmiererei 🙂 Die Seitenfenster sollten Sie beim Putzen ein kleines bisschen öffnen, damit Sie auch bis ganz oben an die Kante kommen!

Zu guter letzt fehlt nur noch die Heckscheibe am Kofferraum, welche gerne mal vergessen wird.

Schritt 3: Cockpit, Griffe und andere Kunststoffteile reinigen

Widmen wir uns nun sämtlichen Kunststoffteilen im Auto, dem Armaturenbrett, Griffen, Türverkleidungen und ähnlichem. Die meisten Hersteller empfehlen mit reinem Wasser und einem (fusselfreiem) Lappen zu säubern. Wir würden auch hier wieder einen Mikrofaserlappen bevorzugen, da diese auf schonende Weise besonders gute Ergebnisse erzielen.

Die feinen Ritzen zwischen Bedienelementen im Cockpit oder Lüftungsschlitzen können Sie übrigens VORHER mit einem Pinsel entstauben! Kontrollieren Sie bitte nur, ob die Borstenhaare mit Metall eingefasst sind – dadurch könnten Kratzer im Kunststoff entstehen! Notfalls wickeln Sie etwas Tesafilm um die Einfassung – dann kann nichts passieren.

Sie haben mit reinem Wasser gewischt, aber manche Oberflächen kleben immer noch? Dann können Sie ausnahmsweise einen Tropfen Spülmittel oder etwas Allesreiniger dem Wischwasser hinzu geben. Das sollte aber die Ausnahme bleiben.

Hin und wieder können Sie Ihrem Auto auch ein spezielles Kunststoff-Pflegemittel gönnen. Die korrekte Anwendung entnehmen Sie bitte der jeweiligen Beschreibung.

Schritt 4: Sitzpolster reinigen

Schmeißen wir nun den Staubsauger an! Viele Staubsauger haben noch extra Aufsätze, die man für spezielle Einsätze wählen kann. Folgende Nutzung empfehlen wir:

Der schmale/flache Aufsatz: Hiermit kommt man besonders gut in die tiefen Ritzen der Autositze. Somit lassen sich Brötchenkrümel oder Haare aus nahezu jeder Ecke entfernen.
Die Polsterdüse: damit können Sie anschließend die Rückenlehnen und Sitzflächen absaugen.

Flecken auf Sitzpolstern (mit Textilbezug!) entfernen

Leichte Verschmutzungen können Sie mit einem feuchten Mikrofasertuch abwischen. Reiben Sie aber bitte nicht zu feste, damit Sie den Fleck nicht noch tiefer in das Gewebe einarbeiten. Außerdem sollten Sie immer von außen nach innen arbeiten, damit die verschmutze Fläche nicht noch größer wird.

Je nach Beanspruchung sollten Sie die Autositze 1 bis 2 Mal pro Jahr intensiver reinigen.
Am gründlichsten geht das sicherlich mit einem speziellen Polsterreiniger für Autositze.

Allerdings gibt es auch viele Verfechter von Rasierschaum zur Reinigung von Autopolstern!
Das hört sich sehr seltsam an, aber es funktioniert. Die betroffene Stelle dafür großzügig mit dem Rasierschaum bedecken, 15 Minuten einziehen lassen und mit einem Lappen abwischen. Am besten halten Sie dazu einen kleinen Eimer mit lauwarmen Wasser bereit, in dem Sie den Lappen immer wieder ausspülen können.

Schritt 5: Fußboden saugen

Bevor Sie den Fußboden saugen, sollten Sie natürlich die Fußmatten aus dem Auto raus nehmen. Nur so ist es möglich gründlich zu arbeiten. Auch hier können Sie mit den verschiedenen Staubsaugeraufsätzen arbeiten. (siehe Schritt 4)

Die Fußmatte können Sie dann außerhalb des Autos saugen. An vielen Tankstellen finden Sie auch “Abschlag-Gitter”. Hier können Sie die Fußmatten kräftig ausklopfen, was einiges an Dreck entfernt.

Sollten Sie Flecken auf dem Fußboden haben, können Sie hierbei ebenso vorgehen wie in Schritt 4 – der Polsterreinigung – beschrieben.

Schlechten Geruch im Auto los werden

Ein vergessenes Butterbrot oder die Sporttasche, die längere Zeit im Auto lag, können daran Schuld sein: im Auto müffelt es!

Was kann man jetzt tun? Es gibt natürlich diese “Wunderbäume”, die man sich an den Rückspiegel hängen kann, aber vielen ist der Geruch zu penetrant.

Es soll nicht nach Vanille riechen, sondern einfach nicht mehr stinken?!
Dann stellen Sie doch einfach mal über Nacht eine Schale mit Kaffeebohnen oder Kaffeepulver in das Auto. Kaffee neutralisiert den Geruch, ohne penetrant zu “duften”.
Deswegen finden Sie in manchen Parfümerien auch kleine Schälchen mit Kaffeebohnen. Daran kann man schnüffeln, damit die Nase bereit ist, den nächsten Duft aufzunehmen 😉

Sollte der üble Geruch in Ihrem Auto aber keine temporäre Erscheinung sein, sondern dauerhaft auftreten, müssen Sie die Ursache herausfinden. Mögliche Übeltäter können verstopfte Luftfilter oder auch die Klimaanlage sein!

 

Wie man sieht: es ist gar nicht so kompliziert, das Auto von innen zu reinigen. Und hinterher werden Sie froh sein und es genießen, wieder in einem sauberen Auto zu fahren. Versprochen!

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