Terracotta-Töpfe

Oben „hui“ unten „pfui“? So werden Blumentöpfe wieder sauber!

Wir bleiben beim Thema Frühjahrsputz und werfen mal einen Blick auf unsere Terrasse oder den Balkon. Die Holzmöbel haben wir letzte Woche gereinigt, ebenso den Boden, aber irgendwas stört noch? Wie sehen denn Ihre Blumentöpfe aus? Haben die letzten Monate (oder Jahre) ihre Spuren hinterlassen? Besonders an Terrakotta-Töpfen bilden sich früher oder später Kalk- und Salzablagerungen, aber auch Töpfe aus Kunststoff können Grünspan ansetzen. Jetzt kann man sagen: „ich will das so – das ist natürlich.“ Oder man macht die alten Blumenkübel einfach mal sauber!

 

Alles Terrakotta oder was?

Terrakotta bedeutet „gebrannte Erde“ und wird auch tatsächlich aus rotem (eisenhaltig) oder gelblichem (kalkhaltig) Ton gebrannt. Ein einziger Brennvorgang bei relativ niedrigen Temperaturen reicht zur Herstellung aus und die Rohstoffe sind ausreichend vorhanden. Im Ergebnis erhält man (unter anderem) einen Blumentopf mit guter Haltbarkeit und Frostwiderstand. Das klassische und weit verbreitete Siena-Terracotta ist offenporig und kann Wasser aufnehmen, was die Töpfe ziemlich widerstandsfähig gegen Frost macht. Natürlich gibt es wie immer Qualitätsunterschiede! Ein preiswerter und in China hergestellter Blumentopf wird mit Sicherheit nicht so viele Winter überstehen, wie zum Beispiel ein echter Terracotta-Topf aus Italien.

Wenn man übrigens bereit ist, deutlich mehr Geld zu investieren, dann kann man sich einen Topf aus Impruneta-Terracotta leisten. Der hierfür verwendete Rohstoff aus der Gemeinde Impruneta (Toskana) erreicht in Kombination mit speziellen Brennvorgängen eine ausgezeichnete Qualität. Im Ergebnis haben Sie ein Pflanzgefäß, welches absolut frostfest ist und auf dem Sie keine Kalkausblühungen sehen werden. Aber wie gesagt – diese Qualität hat ihren Preis.

Terrakotta Blumentöpfe reinigen:

Zu aller erst können Sie natürlich versuchen, Ihre Töpfe ganz einfach mit einer Bürste oder einem Schwamm und etwas warmer Seifenlauge zu reinigen. Zumindest loser Dreck und Grünspan werden Sie so sicherlich los – womöglich auch noch leichte Kalk-Ablagerungen. Aber wenn Sie richtig hartnäckige Kalkblumen von innen und außen an den Töpfen haben, so müssen Sie etwas mehr Aufwand investieren:
Stellen Sie eine Mischung aus Essig-Essenz oder Zitronensäure und Wasser her – im Verhältnis von ungefähr 1:20. Achten Sie einfach darauf, dass die Mischung nicht zu aggressiv ist. Den oder die Töpfe legen Sie für mehrere Stunden (oder besser über Nacht) in der Flüssigkeit ein. Anschließend können Sie die Kalkablagerungen leicht mit einem Schwamm entfernen. Den Topf noch einmal gut abspülen und fertig!

 

Es gibt übrigens auch Gartenfreunde, die schwören darauf, die Töpfe für mehrere Tage in der Erde zu vergraben oder in der Regentonne aufzuweichen. Das mag funktionieren, erfordert aber doch wesentlich mehr Geduld und Wartezeit.

 

Zink-Kübel reinigen

Es gibt auch Blumenkästen aus Zink bzw. Zinkblech, welche mit der Zeit eben auch nicht mehr so aussehen wie neu. Verzichten Sie bei der Reinigung aber unbedingt auf chemische Mittel, grobe Bürsten oder starke Hausmittel. Sie würden damit die natürliche Schutzschicht – die Patina – zerstören, welche das Material selbst bildet. Am besten reinigen Sie den Zink-Behälter mit einem in Wasser getränkten Baumwoll-Lappen. Notfalls können Sie zur Unterstützung auch Alkohol verwenden.

 

Kunststoff-Blumentöpfe reinigen

Die Reinigung von Kunststoff-Behältern ist wesentlich einfacher, da sie zum Beispiel auch nicht so offenporig sind wie Terracotta-Töpfe und sich der Kalk nicht so tief festsetzen kann.  Auch wenn sich von außen mal etwas Grünspan festsetzt, bekommen Sie diesen leicht mit einem Schwamm und etwas Seifenwasser entfernt. Bleiben dennoch leichte Kalkspuren zurück, so können Sie auf umweltfreundlichen Essigreiniger zurückgreifen. Dieser ist außerdem mild und zur Reinigung von Kunststoff-Oberflächen geeignet.

 

Und jetzt wünschen wir Ihnen viel Erfolg! Und vergessen Sie hinterher nicht die wohlverdiente Pause!

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