Was macht denn der Hund im Büro?

Immer häufiger werden von Mitarbeitern Hunde in das Büro mitgenommen. Aber WARUM? Macht das wirklich Sinn, wenn der Hund ein Teil des Büroteams wird? Nun, da wir selber einen Bürohund haben, gehen wir heute der Sache mal auf den Grund.

Wie bei vielen Erscheinungen, ist scheinbar auch der Bürohund momentan ziemlich im Trend. Der Bundesverband Bürohund e.V. kann seit Jahren stetig wachsende Anfragen verbuchen.

Mittlerweile sind über 1000 Unternehmen aktive Unterstützer des Vereines. Ziel ist es stressbedingte und/oder psychische Erkrankungen im Arbeitsleben zu vermeiden.

Und dabei zählen alle auf den Bürohund.

Die Forscher der Virgina Commonwealth University haben herausgefunden, dass die bloße Anwesenheit eines Bürohundes den Stress reduzieren kann. Das streicheln eines Hundes kann Blutdrucksenkend wirken. 

Die Schweden haben sogar rausgefunden, dass dabei das Hormon Oxytocin aktiviert wird. Dieses Hormon ist übrigens das Gleiche, was eine Mutter nach der Entbindung freigibt, wenn sie zum ersten mal ihr Neugeborenes im Arm hält.

Wie wirken sich Bürohunde auf die Mitarbeiter aus?

Mitarbeiter, die ihre Hunde mit in das Büro mitnehmen dürfen sind nachweisslich weniger gestresst als die Kollegen, die ohne Hund zur Arbeit kommen.

Auch die Zufriedenheit aller Mitarbeiter kann gesteigert werden. Die Mitarbeiter zeigen weniger Stress. Scheinbar wirkt sich der Bürohund positiv auf die Gesundheit und das Konzentrationsvermögen aus.

Es gibt mittlerweile zahlreiche unabhängige Forschungen, die alle ähnliches Ergebnisse präsentieren. Das Zauberwort lautet „Oxytocin“.

Dieses Hormon sorgt nicht nur für einen bessere Bindung sondern animiert auch zu sozialen Kontakten. Die Herzfrequenz wird langsamer und das Stresshormon Cortisol wird abgebaut. Der Blutdruck senkt sich besser als mit den meisten Medikamenten!

Wer regelmäßig den Hund streichelt, wird ruhiger und kontaktfreudiger!

Zur besseren Gesundheit trägt natürlich auch das „Gassi“ gehen bei. Wo andere Mitarbeiter ihre Pause sitzend verbringen, hat der Hundebesitzer einen kleinen „Workout“! Dass sich das positiv auf die Gesundheit auswirkt, brauchen wir bestimmt nicht zu erläutern 😉

Aber auch kurze „Spielpausen“ sorgen schon für Bewegung und Abwechslung und helfen Stress abzubauen.

Das alles hilft die größten gesundheitlichen Gefahren im Büroalltag zu verringern:

Burnout, Schlaganfall, psychische Erkrankungen oder Herzinfarkt, das Risiko ist deutlich niedriger. Es gibt weniger Fehltage und sorgt so zusätzlich für eine Kostenreduktion.

“Heutzutage wissen wir, dass sich die Arbeitnehmer auf einige Vorteile freuen dürfen, wenn es im Büro einen Hund gibt. Oxytocin, das sogenannte Feel-Good-Hormon, macht uns gesünder, loyaler, empathischer und auch zufriedener. Das Risiko, dass der Arbeitnehmer psychisch oder auch körperlich erkrankt, kann definitiv reduziert werden. Somit darf sich auch der Arbeitgeber über motivierte und gesunde Mitarbeiter freuen”, so Markus Beyer, der erste Vorsitzende des Verbandes Bürohund e.V.

Was ist zu beachten

Natürlich gibt es auch Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, bevor der Hund mit in das Büro darf:

Die Geschäftsleitung muss einverstanden sein.

Die Kollegen müssen einverstanden sein.

Gibt es Allergiker? Es gibt spezielle Hunderassen, die auch für Allergiker geeignet sind. Dies gilt es im Vorfeld zu testen. Unser Bürohund etwa ist ein „Allergikerhund“ und wird von allen Mitarbeitern gut vertragen.

Der Hund braucht einen festen Platz zum schlafen oder als Rückzugsort, an dem er auch nicht gestört werden darf. Dazu geeignetes Spielzeug und einen Wassernapf.

Der Hund sollte ein ruhiges Wesen haben und gut erzogen sein. Der Hund muss sich über längere Zeit still verhalten und auch mal alleine im Büro bleiben können.

Auf was müssen die Kollegen achten:

Den Hund nicht unerwartet anfassen, da er sich sonst erschrecken könnte. Den Kopf nicht von oben berühren, lieber von unten oder von der Seite.

Einem Hund nicht in die Augen schauen. Das kann von vielen Hunden als Bedrohung wahrgenommen werden.

Wenn der Hund unerwünscht verhält (z.B. Betteln oder Anspringen), sollte er ignoriert werden. Alles andere erkennt er als Belohnung und wird sein verhalten nicht ändern.

Auch wenn es schwer fällt: fremde Hunde nicht ohne Rücksprache füttern. Nicht jeder Hund verträgt jedes „Leckerli“

Natürlich haben wir aber auch noch einige andere Tipps zum Thema Hunde für euch:

Tierhaare entfernen – Tipps vom Profi

Haustiere – ja! Urinflecken – nein danke!


Hallo zusammen,

mein Name ist Ivy und ich bin ein Lagotto Romagnolo; sprich ein italienischer Wasserhund. Seit nunmehr drei Jahren darf ich mein Frauchen jeden Tag ins Büro begleiten. Frauchen ist sehr beliebt. Bei ihr klingelt den ganzen Tag das Festnetz oder Mobiltelefon und andauernd kommen andere Personen zu uns ins Büro und fragen sie alles Mögliche.

Manchmal wird mir das zu langweilig, da ich viele ihrer Antworten schon mehrfach gehört habe. Dann verschwinde ich schonmal ins Personalbüro und hole mir ein oder zwei Leckerchen ab. 

Bei schönem Wetter darf ich auch draußen im Hof liegen. Obwohl ich nicht sehr groß bin, haben fremde Besucher teilweise Angst vor mir. Das finde ich sehr traurig, weil die mich dann auch nicht streicheln.

Für intensive Streicheleinheiten gehe ich immer zu unserem Chef. Der nimmt mich auch auf den Schoss. Von dort kann ich alles bestens beobachten. Leider ist der Chef nicht jeden Tag im Büro, so dass ich mich dann auch von Frauchens Kolleginnen streicheln lasse. 

Am meisten freue ich mich, wenn meine Königspudelfreundin Luna mit ihrem Frauchen aus Leverkusen zu Besuch kommen. Dann toben wir zwei durch die Flure und mischen den ganzen Laden mal so richtig auf. Claudia geht auch immer mit uns beiden spazieren. Am Zoo entlang riecht es für unsere Spürnasen sehr interessant.

Das war´s für heute.

Bis bald

Eure Ivy